Sandtheater No.1 - Aljona Voynova in Berlin "Ich bin ein Berliner" Arena-eS
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Berlin leuchtet Die Sandmalerin Aljona Voynova lässt mit ruhiger Hand und hochkonzentriert, da jede Bewegung das Kunstwerk wieder zerstören kann den erwärmten Sand durch die Finger rieseln, verteilt ihn händeweise über den Tisch, gestaltet kleinste Details. So entstehen in Echtzeit Bilder und Geschichten in einer dünnen Sandschicht, die auf einer von unten beleuchteten Glasplatte scheinbar schwerelos schwebt, kommt und vergeht.Die Zuschauer folgen dem Geschehen, da der gesamte Prozess mit einer Videokamera aufgenommen und auf das Brandenburger Tor projiziert wird.Eigens für diese Aufführung hat sie die Bilder entsprechend der langen und wechselhaften Geschichte der Stadt Berlin in Szene gesetzt.
Scheherazade ... Transparent war nach der Pause, was Aljona Voynova - à la Scheherazade - mit ihrem Wolga-Sand auf der für Projektion auf Leinwand transparenten Glasplatte schuf: Gesichter, Schiffe, Ornamente, Palmen, Pfaue, Fontänen, faszinierend schnell und gut. Die Symphoniker konnten "mithalten", mutete es doch fast so an, als sei nun auch ein klassisches Konzert auf "Multitasking" - jedenfalls optische Anreize - angewiesen. Ich stelle mir allemal vor, dass die erfreulich vielen Schüler "krass" fanden, hier ein in jeder Hinsicht außergewöhnliches Konzert mitzubekommen. Musikalisch war das aber auch total cool, was die Symphoniker und ihr Konzertmeister Mihalj Kekenj auf die Bühne brachten. Scheherazade kannte die Tondichtung genau, wusste, wann Sindbad mit seinem Zauberschiff unterwegs ist, wann der grimmige Sultan Gefallen findet an Erzählungen, wann das Schiff am Magnetberg zerschellt. Wunderschöne Musik, wunderschön gespielt, zauberhaft illustriert - ein in jeder Hinsicht wunderbarer Abend ...
Grüne Woche 2017, Berlin

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